Hauptschüler starten durch - HNA 09.07.2010



BuntStift

Kassel. 18 Teilnehmer der Produktionsschule BuntStift haben jetzt ihre Hauptschulabschlusszeugnisse bekommen. Einer ist Benjamin B. Schon in der 7. Klasse hatte er viele Fehlzeiten, keine Lust mehr auf Unterricht. "Ich fand Schule blöd und hatte keinen Bock, dahin zu gehen." Durch die Kooperation seiner Schule mit BuntStift erfuhr er von der Möglichkeit, seinen Schulabschluss auf anderem Weg, in der Produktionsschule, nachzumachen. Bei BuntStift hat Benjamin seine Defizite aufgeholt und den Hauptschulabschluss absolviert: mit drei Einsen im Zeugnis. "Ich hätte nicht geglaubt, dass ich das schaffe", sagt der 16-Jährige. Sowie zurzeit 47 Teilnehmer zwischen 14 und 22 Jahren hat er als Produktionsschüler erste berufliche Erfahrungen gasammelt. Er stellte fest, dass Elektriker nicht seinen Vorstellungen entsprach und wechselte in die Holzwerktatt. Jetzt hat er sich als Schreiner-Azubi beworben. "Unsere Schule ist ein Lernort, an dem Jugendliche Fuß fassen können", sagt Leiter Martin Mertens: "Ohne Klassenzimmer und Stundenplan, mit Aufgaben, an denen sie lernen, mit der Möglichkeit, Erfahrungen in acht Arbeitsbereichen zu machen." (chr) Infos: 0561/983 53 42

Zeugnisse

GEORG-BÜCHNER-SCHULE.
An der Georg-Büchner-Schule, Förderschule für Erziehungshilfe und Kranke in Trägerschaft des Arbeitskreises Gemeindenahe Gesundheitsversorgung, haben fünf Schüler die Schule mit einem Hauptschulabschluss verlassen, Die Schüler wurden zwei Jahre lang auf die Prüfung vorbereitet. Die Abgängerklasse der Hauptschüler bestand in diesem Jahr aus acht Schülern. Die drei, die nicht bestanden haben wechseln zur Produktionsschule BuntStift. "Wir freuen uns über Durchschnittsnoten zwischen 1,8 und 3", sagt Klassenlehrer Martin Heinze.

Kaufhaus eröffnet bald - HNA 16.3.2010

Firma BuntStift plant Laden für Wiederverwertbares und bietet Ausbildungsplätze

„Laden hoch drei“ heißt ein Projekt, das die BuntStift GmbH, Ausbildungsbetrieb und Produktionsschule, im Juni im Stadtteil Wesertor starten will. Auf dem Gelände der ehemaligen Firma Farben Schmidt an der Weserspitze, Weserstraße 38-40, will Buntstift ein Kaufhaus für Recycling eröffnen. Außerdem sollen dort das Büro des Stadtteilmanagements sowie ein kleiner Stadtteiltreff mit Café installiert werden.

„Drei Funktionen unter einem Dach ergaben den Namen Laden hoch drei“, erklärte jetzt Cristiano Weinkauf dem Ortsbeirat. Knapp 263 000 Euro kostet das Vorhaben, davon kommen 189 000 Euro aus dem Projekt Soziale Stadt, den Rest finanzieren Eigentümer und Buntstift durch Eigenleistung.

Im neuen Recycling-Kaufhaus wird BuntStift Einzelhandelskaufleute ausbilden. Ein anderes Ausbildungsprojekt für Jugendliche mit sozialen Problemen betreibt BuntStift im Gasthaus Zum Lindehof in Oberzwehren, wo Servicekräfte lernen.

Mit dem Recycling-Kaufhaus will BuntStift einen neuen Markt mit breitem Kundenstamm erschließen, vor allem für Möbel, Schmuck, Bilder, Lampen. Die Produkte enthalten immer eine festgelegte Menge an gebrauchtem Material, betone Weinkauf. Aber auch von BuntStift-Mitarbeitern reparierte Wasch- und Geschirrspülmaschinen zählen zum geplanten Sortiment. Außerdem will BuntStift mit dem Fachbereich Produktdesign der Universität Kassel zusammenarbeiten. Studenten können ihre selbst entwickelten Waren ebenfalls im Recycling-Kaufhaus, das auch Internet-Shop sein will, anbieten.

Wichtig war dem Ortsbeirat, der das Projekt begrüßte, die Zusage Weinkaufs, dass es für den Laden hoch drei feste Öffnungszeiten und einen Hausmeister gibt.

Später in der Sitzung stellte Stadtplanerin Eva-Maria Rupp weitere Vorhaben des Projekts Soziale Stadt vor. Die Bleichwiesen sollen Freizeigelände werden, das Gemeindehaus der Neuen Brüderkirche könnte einen Stadtteiltreff Wesertor beherbergen. Das Haus und Hofflächenprogramm soll Eigentümer zur Sanierung der Fassaden motivieren, ein Kinderbauernhof und naturnahe Spielangebote für den Nachwuchs sind geplant.

Die Angebote des Kulturzentrums Schlachthof würden ebenso gut angenommen wie das seit drei Jahren bestehende Hilfsprojekt „Sprungbrett Wesertor“, die aufsuchende Suchthilfe und die interkulturelle Werkstatt. In Planung ist ein eigenes Logo für den Stadtteil Wesertor. Es sollte ein lebendiges, vielfältiges buntes Quartiersleben symbolisieren, so Rupp.

„Dafür werden auch wir uns weiter einsetzen und Probleme zielstrebig angehen“, erklärte Ortsvorsitzender Gerhard Franz, der Rupp ausdrücklich für ihr Engagement dankte.

Trotz Kind leicht in den Job - HNA 18.2.2010

Neues Projekt für Alleinerziehende in der Kasseler Region ist schon fast ausgebucht

Gitte Goodman würde gern arbeiten, am liebsten in der Gastronomie oder einer Küche. „Ich möchte gern auf eigenen Füßen stehen“ sagt die 34-jährige Kasselerin, die auf Sozialleistungen angewiesen ist.
Doch für die junge Frau gibt es ein Hindernis auf dem Weg ins Arbeitsleben: Sie zieht drei Kinder groß. Das jüngste ist erst vier Jahre alt. Nachmittags habe sie niemanden, der auf ihren Sohn aufpasse. „Ich bin ganz allein auf mich angewiesen“, sagt sie.

Hoffnung auf einen Job

Seit einigen Wochen hat Goodman wieder Hoffnung. Denn sie wird nun beider Jobsuche vom Team des Netzwerk-Projekts AKfA unterstützt. Hinter der Abkürzung verbirgt sich ein bundesweites Programm zur Eingliederung von alleinerziehenden Müttern und Vätern ins Berufsleben: Sie erhalten Orientierung, ein individuelles Bewerbungstraining und Hilfe bei der Suche nach einem Praktikum, einer Ausbildungsstelle oder einem Arbeitsplatz. Die Betreuung ihrer Kinder wird im Rahmen des Projektes bei Bedarf sogar an den Wochenenden organisiert.

Freie Plätze sind begehrt


Der erste Durchgang des Projekts ist schon fast ausgebucht. Nur ein Platz ist noch frei. Unter der Regie der Ausbildungsgesellschaft Buntstift treffen sich die 49 Teilnehmer, darunter zwei junge Väter, zu Gruppenstunden und Einzelberatungen in den Räumen von AKfA in der Kaufburg. Die Kinder können sie mitbringen. Einen ersten Erfolg gibt es schon: Einer Teilnehmerin, gelernte Werbegestalterin, konnte ein Praktikumsplatz vermittelt werden.

Kassel braucht dringend ein passgenaues Angebot für alleinerziehende Jobsuchende: Mehr als 2000 von ihnen leben in der Fuldastadt. Knapp die Hälfte der Alleinerzieherhaushalte ist nach den Worten von Stadträtin Anne Janz (Grüne) auf Sozialleistungen angewiesen, das ist mehr als doppelt so häufig wie bei Elternpaar-Haushalten.

Es gebe noch zu viele Lücken im Unterstützungsnetz für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sagt Janz. Sie hofft, dass das Projekt auch für die Agentur für Arbeit dauerhafte Erkenntnisse bringt, wie Alleinerziehende schneller in die Arbeitswelt eingegliedert werden können.

BuntStift gewinnt Mathe-Preis

Juni, 2008

BuntStift hat am Wettbewerb Mathe erleben! zum Wissenschaftsjahr Mathematik 2008 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung teilgenommen. Das Projekt „Hilfe, mein Kind schreibt ein Mathebuch!“ wurde unter mehr als 400 Einsendern ausgewählt und erhielt einen Förderpreis in Höhe von 1.000 €.

ProduktionsschülerInnen/Azubis werden zu Autoren, forschen in ihren Arbeitsbereichen und im Alltag nach ganz praktischen oder total kreativen mathematischen Fragen, entwickeln eigene Aufgabenstellungen, recherchieren dazu, lösen sie und bereiten sie als Buchbeitrag auf. Eine Schülerredaktion rezensiert und wählt aus, in der Abteilung Mediengestaltung wird gestaltet, illustriert und für das Buch in Druck+Web geworben.

Am Buchprojekt wird kontinuierlich über ein Schul(halb)jahr gearbeitet. Wöchentlich finden je nach Förderbetrag für alle Beteiligten 1-3 Projektstunden in Kleingruppen statt.

Schüler der Kasseler Produktionsschule BuntStift sind produktionserfahren, sei es in der Holz-, Metall-, Elektro- und Recyclingwerkstatt, im Dienstleistungsbüro, in der Hauswirtschaft oder der Mediengestaltung. Dort wird täglich fleißig geschweißt, geschraubt, gehobelt, gedrechselt, repariert, gemessen, gestaltet, getextet, gezeichnet, gebucht, gekocht, geschält ...

Ansprechpartner: Martin Merten, Tel.: 0561 – 983 53 - 11

Abschiedsfeier für elf Produktionsschüler bei BuntStift

Juni, 2008

Am 19.6.2008 um 10 Uhr werden elf jungen Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Kasseler Produktionsschule BuntStift die Hauptschulabschlusszeugnisse überreicht.



Einer von ihnen ist Benjamin B. Schon in der 7. Klasse hatte er viele Fehlzeiten und keine Lust mehr auf Unterricht oder Hausaufgaben. „Ich fand Schule einfach nur blöd und hatte keinen Bock dahin zu gehen.“ Durch die Kooperation seiner Schule mit BuntStift erfuhr er von der Möglichkeit seinen Hauptschulabschluss auf einem anderen Weg - nämlich in der Produktionsschule - nachzumachen. Bei BuntStift hat Benjamin innerhalb eines Jahres seine schulischen Defizite aufgeholt und seinen Hauptschulabschluss absolviert - und das sogar mit drei Einsen im Zeugnis. „Das hätte ich letztes Jahr nicht geglaubt, dass ich das schaffe.“, so der 16Jährige heute bei der Abschlussfeier.

So wie momentan 39 Teilnehmer zwischen 15 und 22 Jahren hat B. als Produktionsschüler erste berufliche Erfahrungen sammeln können. Nach einigen Wochen stellte er fest, dass der Beruf des Elektrikers doch nicht seinen Vorstellungen entsprach und wechselte in die Holzwerkstatt von BuntStift. Mittlerweile gefällt ihm die Arbeit mit dem Material Holz so gut, dass er sich um einen Ausbildungsplatz als Schreiner beworben hat.

Warum hat der Schritt zum Hauptschulabschluss in der Produktionsschule BuntStift geklappt? „Unsere Produktionsschule ist ein Lernort, an dem die Jugendlichen erst einmal Fuß fassen können“, sagt Martin Mertens, BuntStift-Leiter. Ein Lernort ohne Klassenzimmer, ohne festen Stundenplan, aber mit Aufgaben, „an denen sie gut lernen können“ und mit der Möglichkeit, Berufserfahrungen in sieben Arbeitsbereichen zu machen: im Büro, der Metall-, Recycling- oder Holzwerkstatt, den Arbeitsfeldern Mediengestaltung, Elektro/Umwelt- und Gebäudedienstleistungen sowie Gastronomie/Hauswirtschaft.
Eine ähnliche Erfolgsgeschichte kann auch Vanessa S. erzählen.
In den letzten zwölf Monaten als Produktionsschülerin bei BuntStift hat sie erste berufliche Erfahrungen gesammelt und sich in ihrem Wunschberuf als Tischlerin weiterqualifiziert. Parallel dazu hat sie an den Unterrichtsangeboten der Produktionsschule teilgenommen und im Mai die Hauptschulabschlussprüfungen mit Erfolg absolviert. Auch bei Vanessa ist ein Ausbildungsplatz in Aussicht.

Gerade Jugendliche, die nicht wissen, wie es für sie beruflich weitergeht, erhalten in der Produktionsschule BuntStift die Möglichkeit, sich in unterschiedlichen Arbeitsfeldern betriebsnah auszuprobieren, einen strukturierenden Arbeitsalltag zu erleben und - falls sie noch keinen Schulabschluss haben - diesen nachzuholen.

„All dies sind wichtige Punkte, die die Motivation von Jugendlichen fördern. So entwickeln viele der Jugendlichen bei BuntStift schon nach kurzer Zeit erste berufliche Wünsche und Ziele“, bestätigt die Sozialpädagogin Sabine Wassmuth. Die Unterstützung der Produktionsschüler bei der Ausbildungsplatzsuche und der Bewerbung ist bei BuntStift selbstverständlich, „denn ein guter Übergang in die Arbeitswelt ist das vorrangige Ziel“, so Martin Mertens.

Ein Beginn in der Produktionsschule ist jederzeit möglich, sowohl für die Jugendlichen mit Hauptschulabschluss als auch für junge Erwachsene ohne Schulabschluss. Für interessierte Jugendliche, Eltern oder Schulen stehen Frau Bernhardt und Frau Wassmuth von BuntStift unter der Telefonnummer 49 19 08 - 17 und 49 19 08 – 11 zur Verfügung. Für schulpflichtige Jugendliche ist Frau Kul unter 49 19 08 70 zu erreichen.

Ansprechpartner: Martin Mertens, Tel.: 0561 - 983 53 - 11

Sie servieren jetzt im Lindenhof Der Ausbildungsbetrieb BuntStift ermöglicht jungen Leuten den Berufseinstieg

Dezember, 2008

Von Sabine Oschmann

OBERZWEHREN. Sie bedienen schnell, freundlich, sehr aufmerksam und angenehm diskret. Im Hintergrund an der Theke, wo sie Getränke zubereiten, agiert das junge Personal bemerkenswert ruhig und professionell.

Kristina Manoun (19), Lyubov Hein (30), Ervin Lovett (21) und Theodor Zheodoridis (20) sind Auszubildende der Firma BuntStift in der Gaststätte Zum Lindenhof, und die Arbeit mach ihnen sichtlich Freude. Dabei ist ihr Leben bisher nicht fadengerade verlaufen. Alle vier hatten Probleme, einige auch Schwierigkeiten mit Arbeitgebern und Ausbildern. „Aber jetzt haben sie die Kurve gekriegt”, erklärt BuntStift-Ausbilderin Siiri Koslowski zuversichtlich. „Sie wollen lernen und ihrem Leben eine Perspektive geben.”

Das geht bei BuntStift. Der Betrieb ermöglicht jungen Leuten, die bisher noch nicht den Einstieg ins Berufsleben geschafft haben und besonders gefördert werden müssen, eine Ausbildung. Martin Mertens, der BuntStift 1983 gründete und Geschäftsführer Reinhard Mann stellten dem Ortsbeirat Oberzwehren, der im Ausbildungsbetrieb Lindenhof tagte, das Projekt vor.

Die jungen Leute können lernen in den Bereichen Metall und Elektro, Hauswirtschaft, Mediengestaltung, Holzwerkstatt und Bürokommunikation. Unterstützung kommt etwa von Jugendamt, der Arbeitsförderung Kassel und der Agentur für Arbeit sowie der Arbeitsförderung Landkreis Kassel. Die Inhalte der Ausbildung ergeben sich durch Projekte und Auftragsarbeiten von Kunden. „Damit lernen die jungen Leute den Beruf und seine Anforderungen direkt an der Praxis orientiert”, sagt Mann. „BuntStift will benachteiligte, oft ausländische Jugendliche durch berufliche und soziale Integration in den Arbeitsmarkt führen”, erklärt Mertens. Ortsbeiratsmitglied Friedhelm Weißbäcker (Bürgeriniative für Oberzwehren) befürchtet eine „second-class-Ausbildung”.

Deshalb sei die Vernetzung mit dem ersten Ausbildungsmarkt und die enge Zusammenarbeit mit Schulen und Firmen so wichtig. „Damit das klappt, müssen unsere Jugendlichen qualifizierte Arbeit leisten”, sagte Mann. Wer bei BuntStift lerne, sei hoch motiviert. Andererseits müssten aber auch Betriebe noch stärker bereit sein, auch schwierigen Jugendlichen eine Chance zu geben, die ja von BuntStift begleitet würden.

Informationen Tel. 0561 - 98353-0


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  • Noch Plätze frei in der Kasseler Produktionsschule!

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  • Neues! Newsletter BV PS erschienen!

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